Leadinfo zeigt, welche Firma da war. Was danach passiert, sagt es nicht.
Besuchererkennung ist in einer Stunde eingerichtet — und bringt trotzdem meistens nichts. Nicht weil das Werkzeug schlecht wäre, sondern weil dahinter kein Prozess steht. Hier steht, was zwischen der Meldung und dem Gespräch fehlt. Und wann sich das Ganze für Sie überhaupt lohnt.
Was es tut, und was nicht
Ein Werkzeug wie Leadinfo liest die IP-Adresse eines Besuchers und ordnet sie einem Unternehmen zu. Ohne Cookies, ohne Einverständnis-Fenster. Sie sehen: Firma, Branche, Grösse, welche Seiten besucht wurden, wie lange, wie oft.
Was Sie nicht sehen, ist ein Mensch. Nicht wer da war, nicht in welcher Rolle, nicht warum. Sie sehen ein Unternehmen und ein Verhalten.
Das ist mehr, als es klingt — und weniger, als die meisten erwarten. Von «die Bauwerk AG war dreimal auf der Integrationsseite» bis zu einem Gespräch ist es ein weiter Weg. Werkzeuge gehen ihn nicht.
Wir arbeiten mit Leadinfo, einem niederländischen Anbieter, und sind dort offizieller Partner. Die Lizenz bekommen Sie auch direkt beim Hersteller — leadinfo.com — im selben Umfang. Was bei uns dazukommt, steht weiter unten.
Warum die meisten Einführungen scheitern
Wir betreiben Besuchererkennung selbst und haben in dieser Zeit gelernt, woran es liegt. Es liegt nicht am Werkzeug. Es liegt daran, dass Erkennung und Prozess getrennt eingeführt werden — und der Prozess dann fehlt.
01Erkennung ist ein Verstärker
Sie erzeugt keine Besucher, sie macht sichtbar, wer ohnehin da ist. Deshalb entscheidet der Verkehr auf Ihrer Website, was das Werkzeug leisten kann — und deshalb sehen wir uns diese Zahl an, bevor wir etwas aufschalten.
02Nicht jeder Besuch wiegt gleich
Ein Blick auf die Startseite und fünf Minuten auf der Preisseite sind zwei verschiedene Vorgänge. In der Grundeinstellung sehen sie gleich aus. Wer nicht gewichtet, bekommt eine lange Liste statt eines Signals.
03Ein Signal hat eine Halbwertszeit
Tagesübersichten werden gelesen, nicht bearbeitet. Wer sechs Stunden später anruft, ruft in einen Anlass hinein, den es nicht mehr gibt. Die Meldung muss kommen, solange das Interesse frisch ist.
04Der nächste Schritt muss vorher feststehen
Der häufigste Grund. Die Firma steht da — und dann? Wer ruft an, mit welchem Anlass, mit welchem Satz? Ohne festgelegten nächsten Schritt bleibt jede Meldung eine Notiz.
Was wir daraus machen: Wir sehen uns zuerst an, wie viel Verkehr Ihre Website trägt und welche Seiten für Sie zählen. Daraus entsteht die Gewichtung, der Meldeweg und der nächste Schritt — bevor die Erkennung überhaupt läuft. Wo die Grundlage noch nicht trägt, sagen wir es und beginnen bei der Sichtbarkeit. Dafür gibt es unseren SEO Health Check.
Was wir stattdessen aufbauen
Vier Bausteine. Sie sind der Grund, warum es bei uns inzwischen funktioniert.
01Festlegen, welche Wege zählen
Wer den Barrierefreiheitscheck ansieht, das Ergebnis liest und danach zur Seite über Interim-Management geht, hat etwas anderes getan als jemand, der die Startseite überflogen hat. Erst diese Kombination ist eine Meldung wert. Wir legen mit Ihnen fest, welche Wege zählen — alle anderen bleiben still.
02Sofort melden, nicht sammeln
Innerhalb von Minuten, und zwar dorthin, wo Sie ohnehin arbeiten. Nicht in ein weiteres Werkzeug, das man erst öffnen muss.
03Wiederkehr als Signal
Eine Firma zum dritten Mal in zehn Tagen sagt mehr als jeder einzelne Besuch — und geht in einer Tagesliste immer unter. Deshalb wird Wiederkehr eigens ausgewertet.
04Die Rolle finden, nicht die Zentrale anrufen
Das Werkzeug liefert die Firma. Der nächste Schritt ist, die passende Person zu finden — meist über LinkedIn — und mit einem Anlass anzusprechen, der stimmt: der Seite, die sie gelesen hat. Genau dieser Schritt fehlt bei fast allen, die das Werkzeug kaufen.
Dazu die Anbindung an Ihr CRM, damit niemand doppelt bearbeitet wird und der Verlauf an einem Ort steht.
Das ist Systemintegration an einem kleinen Fall — dieselbe Arbeit wie zwischen ERP, Shop und Lager, nur mit einer anderen Datenquelle. Der Barrierefreiheitscheck aus Baustein 01 ist ein Beispiel für einen solchen Weg.
Was in der Schweiz gilt
Ein Satz steht überall: «Keine Cookies, also datenschutzkonform.» Der erste Teil stimmt. Der zweite folgt daraus nicht.
Eine IP-Adresse ist ein Personendatum, mit oder ohne Cookie. Die Frage lautet also nicht, ob Daten bearbeitet werden — das werden sie —, sondern auf welcher Grundlage und mit welcher Information.
Schweizer Datenschutzgesetz
Das DSG verlangt Transparenz. Ihre Datenschutzerklärung nennt die Bearbeitung, den Zweck, den beteiligten Dienstleister und ob Daten ins Ausland gehen. Eine Einwilligung braucht es nicht in jedem Fall — einen erkennbaren Zweck und die Information darüber immer.
DSGVO, sobald EU-Besucher dazukommen
Dann wird die Rechtsgrundlage zur ausdrücklichen Frage, und einzelne Aufsichtsbehörden sehen Besuchererkennung strenger als andere. Wer im EU-Markt tätig ist, klärt das vorher statt hinterher.
Was praktisch zu tun ist
Datenschutzerklärung ergänzen · Auftragsbearbeitungsvertrag mit dem Anbieter abschliessen · Speicherort und Aufbewahrungsdauer festhalten · festlegen, wer im Haus Zugriff hat.
Überschaubar. Es muss nur erledigt sein, bevor das Werkzeug läuft.
Diese Übersicht ordnet ein und ersetzt keine Rechtsauskunft. Für den Einzelfall, besonders bei EU-Bezug, klären Sie die Lage anwaltlich.
Wann es sich lohnt — und wann nicht
Wir sind Partner und verdienen daran. Trotzdem, oder gerade deshalb:
Es lohnt sich, wenn
- in der Woche mehr als eine Handvoll unterschiedlicher Firmen auf Ihre Website kommen
- Ihre Abschlüsse Wochen oder Monate brauchen und mehrere Personen mitreden
- der Auftragswert so ist, dass sich Lizenz und Prozess rechnen
- jemand da ist, der Meldungen wirklich bearbeitet
Es lohnt sich nicht, wenn
- wenig Besuch kommt — dann steht Sichtbarkeit vorher an
- Sie an Privatpersonen verkaufen; Firmenerkennung findet dort nichts
- niemand Zeit für den nächsten Schritt hat. Dann kaufen Sie eine Liste, die keiner liest
Wenn Sie unsicher sind, welcher Fall Sie sind: Fragen Sie uns, bevor Sie eine Lizenz nehmen. Ein Nein von uns kostet Sie nichts.
Häufige Fragen
Brauchen wir ein Einverständnis-Fenster?
Für Erkennung ohne Cookies in der Regel nicht — sie greift nicht auf das Endgerät zu. Die Informationspflicht in der Datenschutzerklärung bleibt. Bei EU-Bezug gehört die Frage genauer geprüft.
Wie viele Besucher werden erkannt?
Nicht alle. Am besten funktioniert es bei Besuchern aus Firmennetzen. Bei Heimarbeitsplätzen und Mobilverbindungen ist die Zuordnung unsicher oder gelingt nicht. Wie hoch der Anteil bei Ihnen ist, zeigt nur eine Messung an Ihrer eigenen Website — jede allgemeine Quote wäre geraten.
Können wir nicht direkt beim Hersteller kaufen?
Ja. Wenn Sie nur die Lizenz brauchen, ist das der kürzere Weg. Unsere Arbeit ist der Prozess dahinter. Wer den selbst aufbauen kann, braucht uns dafür nicht.
Was kostet die Lizenz?
Sie richtet sich nach dem erkannten Volumen. Wir nennen Ihnen die Zahl im Gespräch, statt hier eine zu schreiben, die für Sie nicht stimmt.
Können wir es testen?
Ja. Sinnvoll sind einige Wochen — nicht wegen des Werkzeugs, sondern weil sich erst dann zeigt, wie viele Firmen erkannt werden und wie viele davon relevant sind.
Wie solche Anbindungen aussehen, steht in den Referenzen — dieselbe Arbeit, nur zwischen anderen Systemen.
Vier Wochen ausprobieren — an Ihrer eigenen Website.
Sie sehen erst dann, ob sich Besuchererkennung lohnt, wenn sie an Ihrer Website läuft: wie viele Firmen erkannt werden und wie viele davon für Sie interessant sind. Wir richten es ein, lassen es vier Wochen mitlaufen und sehen uns das Ergebnis gemeinsam an. Bringt es nichts, hören wir auf — Sie haben dann eine Zahl statt einer Vermutung.