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Projektrisiko · Fünf Achsen · Nach McFarlan und HERMES

Was Sie über Ihr Vorhaben schon ahnen — in fünf Achsen benannt.

Vierzehn Fragen, etwa fünf Minuten. Danach sehen Sie ein Profil über fünf Achsen und lesen zu jeder, was daraus folgt und was zu tun wäre. Keine Note, keine Schätzung, keine Kosten. Kostenlos.

14 Fragen, etwa fünf Minuten

Warum ein früher Blick etwas ändert

Vorhaben geraten selten plötzlich in Schwierigkeiten. Meist waren die Anzeichen früh da — und es fehlte die Zeit, hinzusehen, oder die Sprache, es auszusprechen.

Genau das leistet eine Einschätzung. Sie beseitigt kein Risiko. Sie macht es sagbar. «Unsere Entscheidungen dauern zu lang für dieses Vorhaben» lässt sich in einer Sitzung besprechen. Ein ungutes Gefühl nicht.

Und der Zeitpunkt ist jetzt. Vor der Vergabe können Sie fast alles noch bewegen: den Umfang, die Etappen, die Zuständigkeiten. Nach dem Zuschlag hat jede dieser Bewegungen ein Preisschild.

Die fünf Achsen

Wir fragen nicht nach Ihren Risiken. Wer sie benennen kann, braucht dieses Werkzeug nicht.

Wir fragen nach Dingen, die Sie ohnehin wissen: Wie viele Systeme? Steht der Umfang? Wer entscheidet? Das Risiko folgt daraus — statt abgefragt zu werden.

Die ersten drei Achsen stammen aus dem Risikomodell von F. Warren McFarlan, 1981 in der Harvard Business Review erschienen und bis heute in Gebrauch. Die anderen beiden haben wir ergänzt, weil sie in den Prüfberichten schweizerischer IT-Vorhaben immer wieder als Ursache auftauchen — und bei McFarlan fehlen.

01Grösse

Wie lange, wie viele Systeme, wie viele Menschen. Der Aufwand wächst mit den Schnittstellen nicht gleichmässig: Jede neue bringt Abstimmung mit allen anderen mit.

02Klarheit

Steht fest, was gebaut wird? Und lässt sich am Ende feststellen, ob es erreicht wurde? Ziele ohne Massstab sind Absichten.

03Vertrautheit

Kennen Sie die Technik, kennt Ihr Haus sie, hat der Lieferant genau das schon einmal gebaut? Wo dreimal Nein steht, ist keine Schätzung mehr belastbar — auch nicht seine.

04Entscheidungen

Wer entscheidet über Umfang, Termin und Geld? Wie lange dauert das? Und wer greift ein, wenn es klemmt? Diese Achse wirkt stärker als jede andere und wird am häufigsten übersehen.

05Verfügbarkeit

Sind die Tage der Fachbereiche zugesagt — und sind sie freigestellt? Zwischen beidem liegt der Unterschied, den man erst merkt, wenn es eng wird.

Wenn Sie beim Lesen bei einer Achse gezögert haben: Das ist schon ein Befund. Dafür brauchen Sie den Fragebogen nicht.

Was Sie bekommen

01Ein Profil, keine Note

Fünf Achsen, je eine Stufe von 1 bis 4. Kein Punktwert. Eine Zahl lädt zum Schönrechnen ein; ein Profil zeigt die schwächste Stelle — und genau die ist das Gesprächsthema.

02Zu jeder Achse: Befund, Folge, Massnahme

Was Ihre Antworten bedeuten. Was daraus meist folgt. Und was jetzt zu tun wäre. Mit Verweis auf HERMES 5, wo das Modell etwas dazu sagt.

03Eine Risikoklasse — und was sie für die Führung heisst

Nicht „wie riskant“, sondern: Was folgt daraus für die Art, wie Sie führen? Ein überschaubares Vorhaben führt man anders als ein kritisches. Das ist McFarlans eigentlicher Gedanke.

04Ihre Antworten im Wortlaut

Damit Sie den Bericht jemandem vorlegen können, ohne ihn zu erklären.

Was diese Einschätzung nicht ist

Sie beruht allein auf Ihren Angaben. Wir sehen Ihr Vorhaben nicht — wir lesen, wie Sie es beschreiben. Das macht sie zu einer Selbsteinschätzung, und darin liegt auch ihr Wert: Sie zeigt, was Sie über Ihre eigene Aufstellung wissen. Und wo Sie es nicht wissen.

Ob Ihr Vorhaben gelingt, sagt sie nicht. Das kann kein Fragebogen, und wir versuchen es nicht.

Sie nennt auch keinen Aufwand, keine Kosten, keine Dauer. Nicht aus Bequemlichkeit: Solche Zahlen aus vierzehn Antworten zu errechnen wäre Scheingenauigkeit. Dieses Werkzeug schätzt nicht. Es ordnet ein.

Eine Bitte, die Ihnen selbst nützt: Antworten Sie, wie es ist — nicht, wie es sein sollte. Wo Sie unsicher sind, nehmen Sie die vorsichtigere Antwort. Ein geschöntes Profil nützt niemandem, und ausser Ihnen liest es keiner.

Einschätzung starten

Vierzehn Fragen in fünf Schritten, etwa fünf Minuten. Das Profil erscheint sofort auf dem Bildschirm. Den ausführlichen Bericht schicken wir als PDF.

Alle vierzehn Fragen gehören beantwortet. Jede Achse braucht ihre drei — sonst kippt sie an einer einzelnen Antwort.

Erscheint im Berichtskopf

Dorthin geht der Bericht

Schritt 1 von 5 · Grösse
Frage 1 von 14 · GrösseWie lange soll das Vorhaben dauern?
Frage 2 von 14 · GrösseWie viele bestehende Systeme werden angebunden oder abgelöst?
Frage 3 von 14 · GrösseWie viele Personen arbeiten künftig mit dem Ergebnis?
Schritt 2 von 5 · Klarheit
Frage 4 von 14 · KlarheitSteht der Leistungsumfang fest?
Frage 5 von 14 · KlarheitSind die Ziele so formuliert, dass am Ende feststellbar ist, ob sie erreicht wurden?
Frage 6 von 14 · KlarheitWie viele Arbeitsabläufe ändern sich mit der Einführung?
Schritt 3 von 5 · Vertrautheit
Frage 7 von 14 · VertrautheitWie vertraut ist die vorgesehene Technik in Ihrem Haus?
Frage 8 von 14 · VertrautheitGibt es im Haus Personen, die ein vergleichbares Vorhaben schon geführt haben?
Frage 9 von 14 · VertrautheitHat der vorgesehene Lieferant diese Konstellation nachweislich schon umgesetzt?
Schritt 4 von 5 · Entscheidungen
Frage 10 von 14 · EntscheidungenWer entscheidet über Umfang, Termin und Mittel?
Frage 11 von 14 · EntscheidungenWie lange dauert ein Entscheid mittlerer Tragweite üblicherweise?
Frage 12 von 14 · EntscheidungenIst festgelegt, wer eskaliert, an wen, und ab wann?
Schritt 5 von 5 · Verfügbarkeit
Frage 13 von 14 · VerfügbarkeitSind die Personentage der Fachbereiche zugesagt?
Frage 14 von 14 · VerfügbarkeitWas geschieht, wenn eine Schlüsselperson mehrere Wochen ausfällt?

Die Einschätzung beruht ausschliesslich auf Ihren eigenen Angaben. Sie ersetzt keine Prüfung des Vorhabens und trifft keine Aussage darüber, ob es erfolgreich sein wird. Sie enthält keine Angaben zu Aufwand, Kosten, Dauer oder Personentagen — dieses Werkzeug schätzt nicht, es ordnet ein.

Woher die Achsen kommen

McFarlan, 1981 — und warum es trägt

Das Modell nennt drei Risikofelder: Grösse, Klarheit des Vorhabens und Vertrautheit mit der Technik. Sein Kern ist nicht, Vorhaben zu bewerten, sondern sie unterschiedlich zu führen — schwierige anders als einfache. Der Gedanke ist gut gealtert; Arbeiten bis heute nehmen ihn als Ausgangspunkt.

Warum zwei Achsen dazukamen

Die Prüfberichte der Eidgenössischen Finanzkontrolle zu den IKT-Schlüsselprojekten des Bundes sind öffentlich. Sie nennen immer wieder Ursachen, die mit Technik nichts zu tun haben: unklare Zuständigkeiten, Risiken, die niemand nach oben meldete, Fachbereiche, deren Mitarbeit zugesagt, aber nicht freigestellt war. Ein Bericht führt dazu ein Kapitel unter der Überschrift „Risikomanagement nicht als Instrument genutzt“.

Das sind Führungsrisiken. Bei McFarlan allein fallen sie durch. Daher Achse 4 und 5.

Was wir bewusst nicht verwenden

Die meistzitierte Quelle zum Scheitern von IT-Projekten ist der CHAOS-Report der Standish Group. Wir stützen uns nicht darauf. Seine Methodik ist in der Fachliteratur bestritten — unter anderem, weil die zugrunde liegenden Prognosen verzerrt sind und sich zum Vergleichen kaum eignen.

Wir sagen es hier, weil Ihnen diese Zahlen anderswo begegnen werden. Eine Einschätzung auf bestrittener Grundlage ist keine.

Wo HERMES 5 hineinkommt

HERMES 5 ist das Vorgehensmodell des Bundes, in vielen Kantonen übernommen. Es gibt Rollen, Phasen und Entscheidungspunkte vor. Wo Ihr Befund einen Punkt trifft, den HERMES ausdrücklich regelt, nennt der Bericht ihn — damit Sie nachlesen können, statt uns zu glauben.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es?

Vierzehn Fragen, etwa fünf Minuten. Das Profil erscheint sofort, der Bericht kommt per E-Mail.

Für welche Vorhaben passt das?

Für IT-Vorhaben mit einer gewissen Grösse: Einführungen, Ablösungen, Integrationen, Migrationen. Für eine neue Website ist es überdimensioniert.

Wir sind schon mitten drin — lohnt es noch?

Ja, aber anders. Vor der Vergabe lässt sich mehr bewegen. Mitten drin wird es zur Standortbestimmung: Wo sitzt das Risiko heute, und was davon können Sie noch beeinflussen?

Muss ich mich auf ein bestimmtes Vorhaben beziehen?

Ja. Die Achsen beschreiben ein Vorhaben, keine Organisation. Zwei Vorhaben, zwei Durchläufe.

Was passiert mit meinen Angaben?

Sie dienen der Einschätzung und der Kontaktaufnahme. Nicht weitergegeben, nicht verkauft. Sie bekommen den Bericht und eine Nachfassmail nach sieben Tagen — mehr nicht. Näheres in der Datenschutz­erklärung.

Warum eine geschäftliche Adresse?

Der Bericht betrifft ein Vorhaben Ihrer Organisation und gehört dorthin. Wegwerfadressen werden abgewiesen.

Was, wenn das Ergebnis unangenehm ausfällt?

Dann hat es fünf Minuten gekostet und Sie wissen es einen Monat vor der Vergabe. Eine hohe Klasse ist kein Urteil über Ihr Haus. Sie sagt, dass mehrere Dinge zugleich wirken — und dass es dafür eine andere Art zu führen braucht. Welche, steht im Bericht.

Ersetzt das ein Assessment?

Nein. Ein Assessment sieht Unterlagen, spricht mit Beteiligten, prüft nach. Diese Einschätzung liest, wie Sie Ihr Vorhaben beschreiben. Ein Einstieg, kein Ersatz.

Wenn eine Achse Sie beschäftigt, sprechen wir darüber.

Die häufigsten Befunde klären sich in einer Sitzung: wer entscheidet, wie der Umfang abgegrenzt wird, was der erste Schritt ist. Wo Führung fehlt und im Haus die Zeit knapp ist, übernehmen wir sie befristet — mit klarem Auftrag und klarem Ende.

Über Ihr Vorhaben sprechen
30 Minuten · vertraulich · ohne Unterlagen